Choma, auch bekannt als Homa oder Khomai, entstand als besiedelter Ort inmitten des gebirgigen Herzens des antiken lykischen Terrains. Heute befindet sich die Stadt im Landkreis Elmalı in der Provinz Antalya und liegt an den westlichen Hängen der Elmalı-Ebene, etwa 15 km westlich des Stadtzentrums von Elmalı, in einer Höhe von etwa 1.000-1.100 Metern über dem Meeresspiegel.
• Etymologie und Gründung: Der Name der Stadt leitet sich von einem griechischen Begriff ab, der "Hügel" oder "Haufen" bedeutet, was auf ihre rauen geografischen Merkmale hinweist. Man nimmt an, dass sie während der Zeit des Lykischen Bundes eine bedeutende Rolle als Siedlungs- und Agrarzentrum gespielt hat.
• Kulturelle Bedeutung: Als eine der 24 Städte mit Stimmrecht im Lykischen Bund hatte Choma eine Vertretung im Regierungsrat des Bundes (Lyciarch), was ihre politische Relevanz in der Region unterstreicht. Ihre Existenz setzte sich auch während der römischen Kaiserzeit fort.
• Umgebende Städte: Die Nähe zu bedeutenden lykischen Städten wie Podalia (heutiges Kozpınar) und Akalisso (Karaköy) festigte ihre Rolle innerhalb des breiteren regionalen Netzwerkes von Gemeinschaften.
Choma bewahrt bescheidene Überreste, die charakteristisch für eine lykische Hochlandstadt sind:
1. Akropolis: Eine kleine befestigte Struktur (Akropolis), die auf dem höchsten natürlichen Felsen der Siedlung errichtet wurde.
2. Necropolis: Die auffälligsten Ruinen umfassen lykische Sarkophage und in den Fels geschlagene Gräber. Die Sarkophage sind im Allgemeinen schlicht, wobei einige Beispiele Inschriften und einfache Reliefarbeiten zeigen.
3. Stadtmauern: Überreste von Steinbefestigungen sind rund um die Akropolis und das größere Siedlungsgebiet zu finden.
4. Heilige Stätte / Tempel: Die Fundamentreste, die mit einem kleinen Tempel oder einem heiligen Ort in Verbindung gebracht werden, befinden sich innerhalb der Stadtgrenzen.
5. Öffentliche Strukturen und Wassermanagement: Die Überreste von Häusern, Zisternen und möglichen Elementen eines Badekomplexes sind im gesamten Siedlungsbereich zu beobachten.
6. Inschriften: Griechische und lykische Inschriften in der Umgebung haben wichtige Einblicke in die Regierung, die gesellschaftlichen Strukturen und die religiösen Praktiken der Stadt vermittelt.
• Archäologische Funde: Choma profitierte nicht von systematischen, detaillierten Ausgrabungen und ist hauptsächlich durch Oberflächensurveys und epigraphische Forschung bekannt geworden.
• Zugang: Besucher können die Stätte über unbefestigte Straßen erreichen, die westlich von der Stadt Elmalı führen. Die Straßen können unbefestigt sein, und das anspruchsvolle Terrain könnte eine Wanderung erfordern.
• Reiseführer: Diese Stätte bietet einen faszinierenden Ort für diejenigen, die an der lykischen Kultur und der Stadtentwicklung im Gebirge interessiert sind. Die Ruinen fügen sich harmonisch in die natürliche Umgebung ein und bieten eine ruhige Atmosphäre. Ideal für einen Besuch sind die Frühlings- oder Herbstmonate, da keine Führung oder Besucherangebote verfügbar sind.
Zusammenfassend: Choma dient als eine wichtige Verbindung zum Verständnis des politischen Gefüges der Region und kennzeichnet sie als eine der "verlorenen Bergstädte" des Lykischen Bundes. Anstelle majestätischer Monumente steht die Stätte als authentischer archäologischer Ort, der den einfachen Lebensstil und den einzigartigen Charakter des Herzlandes Lykiens widerspiegelt.
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